Generation Youtube bringt Acta zu Fall

Jonas Rest und Peter Riesbeck berichten in der Frankfurter Rundschau über einen Aufstand der Generation youtube, der Acta zunächst thematisiert und dann zu Fall gebracht habe.

Petition: Keine Auslieferung von Richard O’Dwyer an die USA wegen angeblichem Urheberrechts-Verstoß

Ein 24-jähriger Brite soll an die USA ausgeliefert werden, weil er auf seiner Webseite auf Copyright-Verstöße verlinkt hat, bloggt Andre Meister auf netzpolitik.org.

Kein Copyright

Leonhard Dobusch setzt sich auf Netzpolitik.de ausführlich mit dem Buch von Joost Smiers und Marieke van Schijndel auseinander. Eine sehr lesenswerte Rezension. Das Buch selbst erschien 2009 unter Copyright beim Alexander-Verlag Berlin.

A Constructive Proposal For Copyright Reform

We want to keep copyright for commercial purposes, but we want to set all non-commercial copying and use free, schreiben Christian Engström (Member of the European Parlament) und Rick Falkvinge in ihrem Buch The Case for Copyright Reform. Das Buch ist frei zugänglich und unter eine CC0-Lizenz (Copyleft) veröffentlicht.

Auszug aus dem Buch:

The Pirate Party does not want to abolish copyright; we want to
reform it. We want to keep copyright for commercial purposes, but
we want to set all non-commercial copying and use free.
This reform is urgent, as the attempts to enforce today’s ban
on non-commercial sharing of culture between private citizens are
threatening fundamental rights, such as the right to private communication,
freedom of information, and even the right to due process.
File sharing is when two private individuals send ones and zeros
to each other. The only way to even try to limit file sharing, is to introduce
surveillance of everybody’s private communication. There
is no way to separate private messages from copyrighted material
without opening the messages and checking the contents. Gone is
the postal secret, the right to communicate in private with your
lawyer or your web-cam flirt, or your whistle-blower protection if
you want to give a sensitive story to a journalist.
We are not prepared to give up our fundamental rights to enforce
today’s copyright. The right to privacy is more important than
the right of big media companies to continue to make money in the
same way as before, because the latter right does not even exist.
Today’s copyright also prevents or restricts many new and exciting
cultural expressions. Sampled music on MySpace, remixes on
YouTube, or why not a Wikipedia filled with lots of pictures and
music in the articles? Copyright legislation says no.

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Copyright-Debatte: Fünf Fragen zum Urheberrecht, die unsere Gesellschaft beantworten muss

Wir brauchen eine Friedensinitiative. Und ein neues Urheberrecht – denn die digitale Revolution ist eine Realität, die nicht verschwinden wird, schreibt Dirk von Gehlen in der Süddeutschen Zeitung.

Ich bin Urheber

Ich habe die Schnauze voll. Ich habe keine Lust mehr mich von den gutverdienenden Urheber-Lakaien der Verwertungsindustrie beschimpfen zu lassen. Ich habe keine Lust mehr auf die Eindimensionalität dieser Debatte. Ich kritisiere die Ausbeutung von Autoren durch Verlage und Verwerter. Ich bin fertig damit, mich als Raubkopierer diffamieren zu lassen. Ich sehe nicht ein, dass Charlotte Roche oder irgendwelche Tatort-Autoren, einen Alleinvertretungsanspruch auf das Wort Urheber erheben. Ich lasse mich nicht als Prosumer titulieren. Ich will, dass Urhebern Respekt gezollt wird. Ich freue mich auf den Tag, an dem die Verwertungsindustrie sterben wird. Ich will, dass wir uns selbst organisieren, bloggt John F. Nebel auf Metronaut.

Kommentar: Urheberrecht und Eigentum

Kaum sind die Piraten voll auf der politischen Bühne aufgeschlagen, donnert das Mediengewitter: Erst die 51 Tatort-Autoren, jetzt eine Publikation des Handelsblattes mit dem vorgeblichen Ziel, Kreative und ihren kulturellen Beitrag zu schützen, kommentiert Sebastian Kreutz von der Piratenpartei.

Wie weiter mit dem Urheberrecht?

Der Begriff „Geistiges Eigentum” ist nicht unproblematisch, das ist bekannt und deshalb sind Diskussionen dazu auch gut und richtig, schreibt Christian Soeder von der SPD. Er untertitelt ein Bild mit © Claude Monet (gemeinfrei).

Das Unbehagen am Copyright

Medienkonzerne und Markenhersteller drängen auf den Schutz ihrer Rechte vor Produktpiraten, Nutzer von Kopien wollen sich nicht kriminalisieren lassen. Die Urheber spielen in diesem Konzert bloss die zweite Geige. Ihr gutes Recht zählt wenig, verglichen mit ihrem Marktwert, schreibt Joachim Günter in der NZZ.

The answer to piracy is innovation, not more copyright laws

New ideas about how to distribute content while being user-friendly and setting low fee are the way forward, meint Timm Trevor auf Aljazeera.

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