Das Syndikat – Trailer zur Fotoaktion „Ja zum Urheberrecht“

Mit einem Doku-Trailer über die Fotosession in der Kölner Rechtsmedizin setzt sich Das Syndikat auf youtube für den Schutz des Urheberrechts ein.

One Response to Das Syndikat – Trailer zur Fotoaktion „Ja zum Urheberrecht“

  1. jpaysan sagt:

    Liebe Ambrosia3030,

    glauben Sie wirklich, dass irgendwelche Downloader Ihrer Bücher wirklich Ihre Leser sind? Dass durch illegale Downloads wirklich Käufe verloren gehen? Ich habe schon so oft Bücher gekauft, gerade weil sie mir als Internetversion gefallen haben … und da bin ich nicht allein.

    Aber davon abgesehen: Wir setzen uns nicht für eine Abschaffung des Urheberrechts ein. Im Gegenteil! Wir wollen die Selbstbestimmung des Autors über sein Werk verbessern und ihm ermöglichen entweder an finanziellen Ressourcen zu partizipieren (und dafür sein Werk frei zugänglich zu machen) ODER sein Werk weiter frei zu vermarkten – ganz wie es der Autorin oder dem Autor gefällt. In letzterem Modell dann aber bitte ohne Subventionen, denn was die Öffentlichkeit finanziert, das muss für die Öffentlichkeit auch zugänglich bleiben.

    Für Sie als Krimiautorin mag das merkwürdig klingen, aber für mich als Wissenschaftler ist das tägliche Praxis. Und ich bin auch Autor und Urheber und mir schadet es, dass ich gezwungen bin unter Copyright zu publizieren mit dem Resultat, dass mein Werk viel weniger Lesern zugänglich ist, als wenn es unter einer freien Lizenz veröffentlicht wäre.

    Freier Zugang zu Kultur, z.B. bach dem Creative Commons Konzept ist ja ein freiwilliges Prinzip. Ich befürworte zum Beispiel einen von den Autoren selbstverwalteten Literaturfonds (desgleichen für Kunst, Musik etc.), der für die Finanzierung von frei zugänglicher Literatur bereitgestellt wird. Ob Sie als Autoren darin ein Verlagswesen und professionelles Lektorat einbinden wollen, das überlasse ich Ihnen. Denn Sie sind die Kreativen, die am besten wissen, wie diese Mittel verwendet werden sollten. Eine politische Entscheidung muss nur sein, wieviel Geld die Gesellschaft für einen solchen Fonds bereitzustellen gewillt ist.

    Genau so wird dies seit Jahrzehnten in der Forschung gemacht und das funktionierte (von Inkonsequenzen, Schwächen und Problemen abgesehen) hervorragend. Trotz der Probleme wird kein vernünftiger Mensch eine Kommerzialisierung der Forschung anstreben. Das heißt nicht, dass es keine kommerzielle Forschung gibt. Und die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG (die Selbstorganisation der deitschen Forscher zur Verwaltung ihres Budgets) hat wohl nichts, aber auch gar nichts mit Sozialismus zu tun.

    Warum sollte man also eine völlige Kommerzialisierung der Kultur wollen? Die desolate Situation der Kulturschaffenden in unserem Land (die lange vor dem Internet gehungert haben – lesen Sie Knut Hamsun „Hunger“) ist das Resultat der Vermarktwirschaftlichung der Kultur und nicht das Resultat des Internets.

    Mich würde es begeistern wenn Künstler und Autoren sich für solche Modelle (oder andere – ich bin ja schließlich nicht der Weisheit letzter Schluss) engagieren würden, anstatt sich plakativ für das Einhegungsprinzip einzusetzen.

    Aber vielleicht ist dies ja nur eine Frage einer konstruktiven Diskussion.

    Mit freundlichen Grüßen,
    jpaysan

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