Nach 30 Jahren: Licht am Ende des Tunnels

Ein sehr spannender Beitrag zum so genannte Erschöpfungsgrundsatz , nach dem eine einmal im Gebiet der EU im Wege der Veräußerung erworbene Ware frei weiterverkauft werden kann, findet sich auf crn.de. Der Erschöpfungsgrundsatz, so der Autor Lars Bube,  sichere die Warenverkehrsfreiheit und gewährleistet, dass bei einem Weiterverkauf von urheberrechtlich geschützten Produkten der Urheber seinerseits nicht mit Verweis auf sein so genanntes Verbreitungsrecht den Handel stoppen könne.

Das ist ja nun ein spannender Aspekt, der sowohl Software, als auch Musik, Hörbücher etc betrifft.

Bundesregierung verlängert Schutzfristen im Urheberrecht

Es gehe im Wesentlichen darum, dass die Schutzfrist für Musikaufnahmen von 50 auf 70 Jahre seit Entstehen verlängert werden soll, bloggt Ilja Braun auf Digitale Linke. Es scheint, als laufe wieder einmal das Copyright für irgend eine Walt Disney-Produktion ab.

Club der toten Dichter

In einer sehr schönen Glosse über die armen Poeten berichtet Markus Kompa auf Heise.de über die Unfriedenheit im Taxigewerbe, wegen eines plötzlichen Überangebots an Fahrern. Die auf den Taxi-Markt drängenden brotlosen Filesharing-Anwälte würden dort nun mit den selbsternannten Künstlern konkurrieren, die schon vorher da waren.

Unglue.it befreit Bücher

Während die Urheberrechtsdebatte manchmal skurrile Blüten treibt, zwischen den Rechten von Autoren und Künstlerinnen und den Interessen der Verwertungsindustrie nicht unterschieden wird, probieren andere einfach neue Modelle aus, die die Existenz von Autorinnen absichern und deren Werke als Commons nutzbar machen sollen, bloggt Brigitte Kratzwald auf gemeingueter.de.

Debatte über Urheberrecht auf kläglichem Niveau

Christof Kerkmann klagt auf heise.de über das klägliche Niveau der Urheberrechtsdebatte.

XO: Literarisch Besonderes unter Creative Commons Lizenz

Silke Helfrich beschreibt auf Commonsblog.de wie der Schriftsteller Francis Nenik im ed.cetera-Verlag ein neues Buch herausgegeben hat, „XO“ – und zwar unter CC-Lizenz.

Urheberrecht ist kinderleicht!

Ich bin nicht sicher, ob dieser Videobeitrag auf bibliothekarisch.de Satire ist oder blanker Ernst. Die Kommentatoren wissen es auch nicht, glaube ich.

Kultur muss zirkulieren

Die PIRATEN haben das Vorurteil ausgeräumt, sie würden das »Urheberrecht abschaffen« oder »alles gratis« haben wollen, berichtet scharflinks.de und verweist auf die Webseite www.urheberrechtsdialog.de

Gefängnisstrafe für Raubkopien-Downloads in Japan

Japan ändert sein bestehendes Urheberrechtsgesetz, bloggt Hans-Christian Dirscherl auf pcwelt.de

Petition: Keine Auslieferung von Richard O’Dwyer an die USA wegen angeblichem Urheberrechts-Verstoß

Ein 24-jähriger Brite soll an die USA ausgeliefert werden, weil er auf seiner Webseite auf Copyright-Verstöße verlinkt hat, bloggt Andre Meister auf netzpolitik.org.

Piratiger Urheberrechtsdialog

Über einen Dialog mit den Piraten über Creative Commons und Urheberrecht bloggt Stefan Meretz auf Keimform.de. Die Diskussion ist in voller Länge als Video verlinkt.

Zeit für eine Wende

Einen neuen Weg will die Buchbranche beim Urheberrecht gehen, teilt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in einer Pressemitteilung mit.

Kein Copyright

Leonhard Dobusch setzt sich auf Netzpolitik.de ausführlich mit dem Buch von Joost Smiers und Marieke van Schijndel auseinander. Eine sehr lesenswerte Rezension. Das Buch selbst erschien 2009 unter Copyright beim Alexander-Verlag Berlin.

A Constructive Proposal For Copyright Reform

We want to keep copyright for commercial purposes, but we want to set all non-commercial copying and use free, schreiben Christian Engström (Member of the European Parlament) und Rick Falkvinge in ihrem Buch The Case for Copyright Reform. Das Buch ist frei zugänglich und unter eine CC0-Lizenz (Copyleft) veröffentlicht.

Auszug aus dem Buch:

The Pirate Party does not want to abolish copyright; we want to
reform it. We want to keep copyright for commercial purposes, but
we want to set all non-commercial copying and use free.
This reform is urgent, as the attempts to enforce today’s ban
on non-commercial sharing of culture between private citizens are
threatening fundamental rights, such as the right to private communication,
freedom of information, and even the right to due process.
File sharing is when two private individuals send ones and zeros
to each other. The only way to even try to limit file sharing, is to introduce
surveillance of everybody’s private communication. There
is no way to separate private messages from copyrighted material
without opening the messages and checking the contents. Gone is
the postal secret, the right to communicate in private with your
lawyer or your web-cam flirt, or your whistle-blower protection if
you want to give a sensitive story to a journalist.
We are not prepared to give up our fundamental rights to enforce
today’s copyright. The right to privacy is more important than
the right of big media companies to continue to make money in the
same way as before, because the latter right does not even exist.
Today’s copyright also prevents or restricts many new and exciting
cultural expressions. Sampled music on MySpace, remixes on
YouTube, or why not a Wikipedia filled with lots of pictures and
music in the articles? Copyright legislation says no.

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Malte Welding: Künstler, Verwerter und Piraten

Das Abendland ist wieder mal bedroht, diesmal von renitenten immer-alles-umsonst-haben-wollenden Internetzombies, bloggt der Schriftsteller Malte Welding. Ein inhaltlich wie sprachlich herrlich zu lesender Beitrag, den Silke Helfrich mir empfohlen hat.

Deutsche Musikverleger fordern Politik und Wirtschaft zum Handeln auf

Das deutsche Urheberrecht hat sich als wirtschaftliche Grundlage für Autoren bewährt, wird die DMV-Präsidentin Dagmar Sikorski auf kulturport.de zitiert.

Grüne lassen sich das Urheberrecht von Lobbyist Dieter Gorny erklären

Interessant auch, dass die Grünen im RVR zwar über “freie Kultutschaffende” diskutieren wollen, allerdings wohl keinen Bedarf sehen, auch nur einen aus dieser Gruppe zum Gespräch einzuladen, klagt Stefan Laurin auf ruhrbarone.de.

Tatort Urheberrecht: Sündenbock Internet

Laut Dr. Konstantin von Notz, dem netzpolitischen Sprecher der Grünen, wird heute mehr Geld für Inhalte ausgegeben als jemals zuvor, aber ungerecht verteilt, berichtet Reinhard Jellen auf Telepolis von einer Veranstaltung im München.

CDU fordert harte Strafen für Urheberrechtsverletzer

Krings fordert von der Bundesjustizministerin die Einführung eines neuen Straftatbestandes zum Schutz des geistigen Eigentums, was in der Praxis Geld- und Haftstrafen für Raubkopierer bedeutet, bloggt Uwe auf Rentner News.

Freischreiber für Pilotprojekte zur Urhebervergütung

Ilja Braun dokumentiert auf Digitale Linke ein Statement von Wolfgang Michal vom Journalistenverband freischreiber auf der Konferenz “Kreatives Schaffen in der digitalen Welt” am 7. Mai in Berlin.

Dokumentarfilmer: „Illegale Downloads schaden uns weniger als ARD und ZDF“

Die Vertragsbedingungen der Öffentlich-Rechtlichen seien weit schlimmer für den deutschen Dokumentarfilm als alle jemals illegal kopierten Filme, zitiert Achim Sawall auf Golem.de deutsche Dokumentarfilmer.

Linkwertig: Urheberrecht, Facebook, YouTube, Chrome

Kein Tag ohne Diskussionen rund ums Urheberrecht, bloggt Markus Spath auf netzwertig.com.

Die CDU startet Offensive zur Reform des Urheberrechts

Wir werden das Urheberrecht an das digitale Zeitalter anpassen. Das Recht am Eigentum ist die Voraussetzung für wirtschaftliche Tätigkeit, Innovation und Kreativität, so zitiert rentnernews eine Aussage in der Welt von Michael Kretschmer von der CDU.

Urheberrecht: SPD lehnt Kulturflatrate ab

Die SPD-Bundestagsfraktion hat 12 Thesen für ein „faires und zeitgemäßes Urheberrecht“ vorgestellt, bloggt Stefan Krempl auf heise.de

Reformbaustelle Urheberrecht: Wer bietet mehr?

Die Urheberrechtsdebatte erscheint auch deshalb so verfahren, weil es dabei zwei grundsätzliche Sichtweisen gibt, die sich nicht so recht miteinander versöhnen lassen, bloggt Jan Engelmann auf netzpolitik.