XO: Literarisch Besonderes unter Creative Commons Lizenz

Silke Helfrich beschreibt auf Commonsblog.de wie der Schriftsteller Francis Nenik im ed.cetera-Verlag ein neues Buch herausgegeben hat, „XO“ – und zwar unter CC-Lizenz.

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Geistiges Eigentum und Freie Partizipation. Ein Blick auf den Januskopf der Urheberrechtsdebatte aus Commons-Perspektive.

Autoren und Leser trinken aus zwei verschiedenen Quellen, die jedoch untrennbar miteinander verbunden sind.

Aus Commons-Perspektive betrachtet ist Kultur eigentlich ein bilaterales Ressourcen-Erhaltungs-Problem. Die Gesellschaft nutzt die nicht-rivale Ressource Kultur, denn Kultur ist ein grundlegender Baustein der menschlichen Zivilisation. Kultur ist eine nicht-rivale Ressource, denn sie wird nicht weniger, indem man sie nutzt. Im Gegenteil: Ein Film ohne Zuschauer ist nichts, ein Buch ohne Leser irrelevant und ein Musikstück ohne Hörer für die Katz.

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Die Grundlagen einer langlebigen, commonsbasierten Informationsproduktion

Hinsichtlich des Umfangs und der Nachhaltigkeit von Kooperation in einem Netzwerk gibt es zwei Herausforderungen: die Organisation des Netzwerks und die Beziehung zwischen der Wirtschaft und den Gemeinschaften, aus denen das Netzwerk besteht, schreibt Philippe Aigrain auf S. 390 in Commons. Für eine Politik jenseits von Markt und Staat. Das im Transcript Verlag erschienene Buch mit über 90 Autoren aus aller Welt wurde unter einer Creative-Commons-Lizenz »BY SA 3.0. unported«-Lizenz veröffentlicht.

Creative Commons – Die Wissensallmende in unsere Hände nehmen

Die Wissensallmende wird seit langem schlecht behandelt. Vielleicht seit jeher. Die konkreten Bedingungen dieser nachlässigen Handhabe änderten sich im Laufe der Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende, aber erst der Boom digitaler Netze brachte eine Wende. Er eröffnete unzählige neue Möglichkeiten, unsere kreative und kulturelle Freiheit zu entfalten. Interaktionen, die bislang vom Urheberrecht beschränkt waren – das Urheberrecht ist übrigens ein wesentlicher Bestandteil dieses schlechten Umgangs mit den Commons –, entwickelten sich explosionsartig und führten zu ganz neuen Formen gesellschaftlicher, demokratischer und ökonomischer Schaffung von Werten, schreibt Mike Linksvayer in Commons – Für eine Politik jenseits von Markt und Staat.

Dieses Buch wurde von Silke Helfrich und der Heinrich-Böll-Stiftung unter einer Creative-Commons-Lizenz »BY SA 3.0. unported« herausgegeben und ist im Transcript-Verlag erschienen.

Wissen ist das Wasser des Geistes

Was richtig für Wasser ist, trifft auch für Wissen und Information zu: Sie sollen nicht Gegenstände privaten exklusiven Eigentums sein. Dies ist ein grundlegendes ethisches Postulat. Aber auch hier sieht die Realität anders aus: Wissen ist bis in die Gegenwart hinein immer wieder Gegenstand privater Aneignung gewesen. Dahinter standen das Konzept und der Anspruch auf private intellektuelle Eigentumsrechte, schreibt Rainer Kuhlen in Commons. Für eine Politik jenseits von Markt und Staat.

Die 90 Autoren und die Herausgeber (Silke Helfrich und die Heinrich-Böll-Stiftung) haben ihr Urheberrecht genutzt, um ihre Beiträge in Zusammenarbeit mit dem Transcript-Verlag unter einer Creative Commons CC BY SA 3.0 Lizenz zu veröffentlichen. Man kann es hier kaufen oder völlig legal downloaden.