Unglue.it befreit Bücher

Während die Urheberrechtsdebatte manchmal skurrile Blüten treibt, zwischen den Rechten von Autoren und Künstlerinnen und den Interessen der Verwertungsindustrie nicht unterschieden wird, probieren andere einfach neue Modelle aus, die die Existenz von Autorinnen absichern und deren Werke als Commons nutzbar machen sollen, bloggt Brigitte Kratzwald auf gemeingueter.de.

Piratiger Urheberrechtsdialog

Über einen Dialog mit den Piraten über Creative Commons und Urheberrecht bloggt Stefan Meretz auf Keimform.de. Die Diskussion ist in voller Länge als Video verlinkt.

Radiokolleg – Die Krise des Urheberrechts

Der Pianist und Komponist Ingvo Clauder hat sich intensiv mit dem Thema Urheberrecht beschäftigt und ist aus der deutschen Musikverwertungsgesellschaft ausgetreten, berichtet Sonja Bettel im ORF.

Urheberrecht: Nach einer Revolution muss man neue Regeln finden

Viele Verbraucher wissen nicht, wo Legalität endet und Unerlaubtes beginnt, schreibt Gerd Billen in der Zeit.

“Wir sind die Urheber”: Der Missbrauch des bestimmten Artikels

Ob Kehlmann, Roche, Adorf und all die anderen “Wir sind die Urheber”-Unterzeichner (welch ein Missbrauch des bestimmten Artikels!) jemals von Freien Lizenzen hörten? Oder von jenen Urhebern, denen die “historische Errungenschaft” des Urheberrechts eben keine “materielle Basis für individuelles geistiges Schaffen” garantiert?, fragt Silke Helfrich au Commonsblog.

Zoe.Leela: Naiv? Arrogant? Oder doch lieber CC statt GEMA?

In ihren „vier Thesen“ behandelt sie unter anderem die mangelnde Transparenz, den undemokratischen Aufbau und die ungerechte Verteilung der Einnahmen der GEMA, bloggt Lars Sobiraj auf Gulli.com.

Creative Commons – Die Wissensallmende in unsere Hände nehmen

Die Wissensallmende wird seit langem schlecht behandelt. Vielleicht seit jeher. Die konkreten Bedingungen dieser nachlässigen Handhabe änderten sich im Laufe der Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende, aber erst der Boom digitaler Netze brachte eine Wende. Er eröffnete unzählige neue Möglichkeiten, unsere kreative und kulturelle Freiheit zu entfalten. Interaktionen, die bislang vom Urheberrecht beschränkt waren – das Urheberrecht ist übrigens ein wesentlicher Bestandteil dieses schlechten Umgangs mit den Commons –, entwickelten sich explosionsartig und führten zu ganz neuen Formen gesellschaftlicher, demokratischer und ökonomischer Schaffung von Werten, schreibt Mike Linksvayer in Commons – Für eine Politik jenseits von Markt und Staat.

Dieses Buch wurde von Silke Helfrich und der Heinrich-Böll-Stiftung unter einer Creative-Commons-Lizenz »BY SA 3.0. unported« herausgegeben und ist im Transcript-Verlag erschienen.

Wissen ist das Wasser des Geistes

Was richtig für Wasser ist, trifft auch für Wissen und Information zu: Sie sollen nicht Gegenstände privaten exklusiven Eigentums sein. Dies ist ein grundlegendes ethisches Postulat. Aber auch hier sieht die Realität anders aus: Wissen ist bis in die Gegenwart hinein immer wieder Gegenstand privater Aneignung gewesen. Dahinter standen das Konzept und der Anspruch auf private intellektuelle Eigentumsrechte, schreibt Rainer Kuhlen in Commons. Für eine Politik jenseits von Markt und Staat.

Die 90 Autoren und die Herausgeber (Silke Helfrich und die Heinrich-Böll-Stiftung) haben ihr Urheberrecht genutzt, um ihre Beiträge in Zusammenarbeit mit dem Transcript-Verlag unter einer Creative Commons CC BY SA 3.0 Lizenz zu veröffentlichen. Man kann es hier kaufen oder völlig legal downloaden.

CC-Lizenzen mit dem derzeitigen Wahrnehmungsmodell der GEMA nicht vereinbar

So genanntes Rosinenpicken … würde zu einer erheblichen Verminderung der Verteilungssumme für alle durch die Verwertungsgesellschaft vertretenen Mitglieder, mithin also auch für diejenigen Berechtigten, die in der Solidargemeinschaft auf die Zahlung einer Vergütung für die Nutzung ihrer Werke angewiesen sind, führen und hätte zwangsläufig einen Rückgang der schöpferischen Tätigkeit und der kulturellen Vielfalt im Bereich der Musik zur Folge, begründet die GEMA ihr Statement, nach dem die Erteilung von CC-Lizenzen ist mit dem Wahrnehmungsmodell der GEMA und hier insbesondere mit der derzeitigen Fassung des Berechtigungsvertrages nicht vereinbar sind.