Sternstunden des Lobbyismus

Manfred Gillig-Degrave, Chefredakteur der MusikWoche, beklagt verschiedene Überlegungen bei den Grünen zu einer sogenannten Fairness-Pauschale und der Tatsache, dass sich SPD-Politiker auf irgendwelchen Parties kritisch zur Gema geäußert hätten. Er denkt offenbar, aufgrund der „viele Millionen teuren Verschiebung der Flughafeneröffnung“ habe die SPD die Legitimation zu politischen Äußerungen verloren. Die Aussage, dass GEMA & Co reformiert und demokratisiert gehören und die Verteilung der Einnahmen gerechter und transparenter erfolgen müsse hält er für „Stuss“. Eine Quellenangabe zu dem Zitat macht er leider nicht.

Interessantes Detail am Rande: „Mit einem Abo können Sie diesen Artikel kommentieren.“ Ein interessantes neues Geschäftsmodell. Meinungsäußerung gegen Geld. Sorry, Herr Gillig-Degrave, da kommentiere ich Ihren Artikel doch lieber in meinem eigenen Blog.

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Narrenstück bei der Gema

Absurde Extrazahlungen hält Lutz Leichsenring (Sprecher der Berliner Clubcommission) für ein unverschämtes I-Tüpfelchen. Philip Volkmann-Schluck berichtet in der Berliner Morgenpost über Auseinandersetzungen der Narrenzunft mit der Gema.

Ich wusste gar nicht, dass dies zwei unterschiedliche Organisationen sind.

Disco-Verband droht mit Klage gegen Gema

Der Der Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT) will gegen die Verwertungsgesellschaft Gema klagen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Gema will echte Namen oder Geld

Die Gema verklagt die Musikpiraten, die einen Sampler unter freier Lizenz herausgebracht haben, weil zwei der Musiker und Pseudonym erscheinen, berichtet der Spiegel Online. Sollen sie so weitermachen, denke ich. Ich glaube, das ist politisch ungeheuer effizient.

Protest gegen die Gema mit stillen fünf Minuten

600 Clubs und Diskotheken in Deutschland haben aus Protest gegen die Gema für fünf Minuten die Musik abgedreht, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Clubs und GEMA streiten über „Diskothekensterben“

Die Berliner Clubszene geht auf die Straße, berichtet die Stuttgarter Zeitung.

Gema wehrt sich gegen Klubkiller-Vorwürfe

Gema-Direktor Schmid sagte zu Klagen der Klubs über drastische Mehrkosten: Ich sehe es so, dass sie bislang viel zu wenig gezahlt haben, berichtet Zeit Online.

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang Tangoparties. Kürzlich klagte ein Tanzlehrer über die horrenden Gebühren für eine Milonga. Das wirft die Frage auf, wieviele Tango-Musiker in Buenos Aires eigentlich Honorare von der Gema beziehen.