Unser aller Blick ist von einer ausklingenden Ära geprägt

Eine hervorragende Rede zum Urheberrecht von Wolfgang Blau, dem Chefredakteur von Zeit Online, kann man hier nachhören. Der Ton ist anfangs etwas dürftig, wird dann aber sehr gut.
http://youtu.be/3wGjsLHoxl8 .

Was macht eigentlich… ein Verlag?

Börsenblatt.net berichtet über Promotionaktionen für das Urheberrecht durch Verlage in Berlin und Kassel. Interessant daran finde ich auch, dass die Verlage sich so für die Urheber engagieren. Dabei bestimmen sie selbst doch in der Regel die Honorare der Autoren. Die werden aber durch das Urheberrecht gar nicht berührt. Das Urheberrecht macht ja nur den Inhalt eines Werks zu einer vom Urheber unabhängigen veräußerbaren Sache.

Rückfall in die analoge Steinzeit?

Christine Xuân Müller berichtet auf Spektrum.de über das Auslaufe der Sonderregelung des Paragraf 52a des Urheberrechtsgesetzes „Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung“ Ende des Jahres. Das wird ja eine spannende Geschichte werden.

Nach 30 Jahren: Licht am Ende des Tunnels

Ein sehr spannender Beitrag zum so genannte Erschöpfungsgrundsatz , nach dem eine einmal im Gebiet der EU im Wege der Veräußerung erworbene Ware frei weiterverkauft werden kann, findet sich auf crn.de. Der Erschöpfungsgrundsatz, so der Autor Lars Bube,  sichere die Warenverkehrsfreiheit und gewährleistet, dass bei einem Weiterverkauf von urheberrechtlich geschützten Produkten der Urheber seinerseits nicht mit Verweis auf sein so genanntes Verbreitungsrecht den Handel stoppen könne.

Das ist ja nun ein spannender Aspekt, der sowohl Software, als auch Musik, Hörbücher etc betrifft.

Weg mit dem Urheberrecht

Ein Interview mit Joost Smiers und Marieke van Schijndel zur Abschaffung des Urheberrechts und den seichten Entergewässern der Piraten sendete der Deutschlandfunk.

Bruno Kramm zum Urheberrecht

Über eine Veranstaltung der Piraten mit ihrem Bundesbeauftragten zum Urheberrecht Bruno Kramm zum Urheberrecht berichtet Thomas Göttinger in der Mittelbayerischen. Trotz der medientypischen Reserviertheit beim Thema Urheberrecht (man scheisst sich ja nicht selbst ins Bett) ist der Artikel ganz gut geschrieben und macht Interesse an Bruno Kramm.

Bundesregierung verlängert Schutzfristen im Urheberrecht

Es gehe im Wesentlichen darum, dass die Schutzfrist für Musikaufnahmen von 50 auf 70 Jahre seit Entstehen verlängert werden soll, bloggt Ilja Braun auf Digitale Linke. Es scheint, als laufe wieder einmal das Copyright für irgend eine Walt Disney-Produktion ab.

BILD verliebt sich in Agnes Krumwiede

In einer leidenschaftlichen Liebeserklärung huldigt die Bild-Online der Schönheit der Grünenpolitikerin Agnes Krumwiede, die mit Schmollmund bei einem feurigen Plädoier fürs Urheberrecht abgebildet wird. Ach ja, und der Googlekonzern finanziere Thinktanks, die das Urheberrecht in Frage stellen, informiert das Medium. Mit Google-Geld würden urheberrechtskritische Stimmen lauter – da muss ich doch gleich mal auf meinen Kontoauszug schauen.

Club der toten Dichter

In einer sehr schönen Glosse über die armen Poeten berichtet Markus Kompa auf Heise.de über die Unfriedenheit im Taxigewerbe, wegen eines plötzlichen Überangebots an Fahrern. Die auf den Taxi-Markt drängenden brotlosen Filesharing-Anwälte würden dort nun mit den selbsternannten Künstlern konkurrieren, die schon vorher da waren.

Narrenstück bei der Gema

Absurde Extrazahlungen hält Lutz Leichsenring (Sprecher der Berliner Clubcommission) für ein unverschämtes I-Tüpfelchen. Philip Volkmann-Schluck berichtet in der Berliner Morgenpost über Auseinandersetzungen der Narrenzunft mit der Gema.

Ich wusste gar nicht, dass dies zwei unterschiedliche Organisationen sind.

Wann ist geistiges Eigentum gerecht?

Viele philosophische Diskrepanzen in der Debatte ums Urheberrecht und die Legitimität des sogenannten Geistigen Eigentums entstammen Mißverständnissen, postuliert die Zeit Online. Eine überraschend unvoreingenommene Exkursion in die Ideengeschichte des Eigentums, der mich optimistisch in Bezug auf den Journalismus macht.

Unglue.it befreit Bücher

Während die Urheberrechtsdebatte manchmal skurrile Blüten treibt, zwischen den Rechten von Autoren und Künstlerinnen und den Interessen der Verwertungsindustrie nicht unterschieden wird, probieren andere einfach neue Modelle aus, die die Existenz von Autorinnen absichern und deren Werke als Commons nutzbar machen sollen, bloggt Brigitte Kratzwald auf gemeingueter.de.

Paulo Coelho: Das Urheberrecht ist eine Erfindung der Geschäftswelt, nicht der Autoren

Das Urheberrecht schütze das Geschäft und nicht die Urheber, sagt Paulo Coelho in einem sehr lesenswerten Interview mit der Zeit. Seine Idee, so der brasilianische Erfolgsautor,  sei die Idee des Teilens. Wenn du nicht teilst, dann existierst du auch nicht.

Schön finde ich an diesem Gespräch, dass es meine Lust auf Lesen revitalisiert. Fast schon wollte ich zum Wahlanalphabetismus konvertieren. Ich verliere nämlich die Lust am Lesen beim Verfolgen dieser geistlosen Debatte und dieser permanenten Selbstverstümmelung von Autoren, die sich freiwillig von Kulturschaffenden zu Produzenten geistigen Eigentums degradieren.

Loriots Tochter klagt gegen Biografie

Auch der Stern berichtet darüber. Man fragt sich natürlich zuerst, ob dies ein Scherz sein soll, aber Loriot soll ja schon zu Lebzeiten recht humorlos gewesen sein.

Schulz: Nach ACTA das Urheberrecht neu denken

Der FDP-Internetexperte Jimmy Schulz äußert sich zum abgelehnten ACTA-Abkommen auf der Internetseite der FDP-Bundestagsfraktion.

Disco-Verband droht mit Klage gegen Gema

Der Der Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT) will gegen die Verwertungsgesellschaft Gema klagen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Geistiges Eigentum besser schützen!

Einen Gastkommentar zum geplanten Leistungsschutzrecht von Stephan Scherzer, dem Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) veröffentlicht Bild.de. Die Konstruktion „Geistiges Eigentum“ wird hierbei selbstverständlich nicht hinterfragt. Scherzer geht davon aus, dass die Verbreitung von geistigem Eigentum Schaden anrichtet, der durch den Schutz des gesitigen Eigentums begrenzt werden soll.

Loriots Tochter klagt gegen Biografie

Wie die Tochter von Loriot ihren Vater durch Klagen gegen Wikipedia und den Münchner Riva-Verlag posthum in einen humorlosen Scherzrechteproduzenten transformiert, darüber berichtet Spiegel Online. Aber so ist das mit dem Humor. Wenn es um Geld geht, dann hört er auf, besonders bei den Erben.

Aus für Acta – das Internet macht Politik

Acta werde als Exempel dafür in die Geschichte eingehen, wie Politik im Internet-Zeitalter nicht mehr funktioniere, analysiert die Süddeutsche Zeitung.

Generation Youtube bringt Acta zu Fall

Jonas Rest und Peter Riesbeck berichten in der Frankfurter Rundschau über einen Aufstand der Generation youtube, der Acta zunächst thematisiert und dann zu Fall gebracht habe.

Die Zeit nach Acta

Über das Scheitern des Urheberrechtsabkommen Acta berichtet Carsten Knop in der FAZ.

Acta-Urheberrechtsabkommen wird ad acta gelegt

Über die Ablehnung des heftig umstrittenen Anti-Piraterie-Abkommens Acta durch das Europäische Parlament berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Des einen Schutz, des anderen Freiheit

Das Handelsabkommen ACTA sei vor dem Scheitern, berichten Sina Fröhndrich, Verena Herb und Andreas Noll im Deutschlandfunk.

Urheberrecht ist kinderleicht!

Ich bin nicht sicher, ob dieser Videobeitrag auf bibliothekarisch.de Satire ist oder blanker Ernst. Die Kommentatoren wissen es auch nicht, glaube ich.

Protest gegen die Gema mit stillen fünf Minuten

600 Clubs und Diskotheken in Deutschland haben aus Protest gegen die Gema für fünf Minuten die Musik abgedreht, berichtet die Süddeutsche Zeitung.