Das Genöle der Autoren

Warum sind Schriftsteller, die im Netz nur „Internetgequassel“ sehen, eigentlich so negativ und bewegen sich nicht mehr in der digitalen Welt? fragt Thierry Chervel in der Welt.

Doxing hat uns gerade noch gefehlt!

Seit letzter Woche hat die Urheberrechtsdebatte die absurde Hysteriestufe „Doxing von Schriftstellern“ erreicht (Doxing= digitales Stalking), schreibt Moritz Rinke im Tagesspiegel.

Schlacht ums Urheberrecht

Dieses Rollback verwundert und überrascht zugleich! Insbesondere die Heftigkeit, mit der Autoren, Künstler und Verwerter ein Geschäftsmodell von vorgestern mit Zähnen und Klauen verteidigen, bloggt Rudolf Maresch auf Teleopolis.

Urheberrecht: „Wir scheißen aufs Gesetz“

Gemessen am Kriterium „Aufmerksamkeit“, war der Aufruf der Autoren zum Urheberrecht extrem erfolgreich, schreiben Maximilian Probst und Kilian Trotier in der Zeit.

Rechte von Autoren: Lassen Sie mich durch, ich bin Urheber!

Die wenigen Sätze unter dem Titel „Wir sind die Urheber“ haben so wenig Substanz, dass sie wie Buchseiten mit Säurefraß zerbröseln, wenn man sie näher betrachten will, schreibt Wolfgang Tischer in der Zeit.

Verlage wollen Anonymous verklagen

Netzaktivisten beteuern, dass sie im Urheberrechtsstreit niemanden bedrohen wollten, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Urheberrechte – Anonymous attackiert Initiative fürs Urheberrecht

Unbekannte Täter veröffentlichten die Kontaktdaten prominenter Künstler, die sich einer Initiative zum Urheberrecht angeschlossen haben, berichtet die Augsburger Allgemeine.

Urheberrechts-Kampagne Verleger spricht von „Pogromstimmung“

Mit drastischen Worten protestiert der Verleger Helge Malchow gegen eine Adresssammlung. Die mutmaßlichen Ersteller verteidigen die Aktion, berichtet Spiegel Online.

Mit Stalking schüchtert Anonymous Autoren ein

Seit Sonntag ist auf der Facebook-Seite der Hacker-Gruppe Anonymous ein interessantes Andachtsbild zu sehen: Teufel und Jesus messen in einem Armdrücken ihre Kräfte, berichtet die Welt.

### AnonPress ### Wir sind die Urheber Kampagne und Anonymous ###

Diese Daten wurden NICHT auf „kriminellem“ Wege beschafft, ebenso wenig wurde irgendeine Datenbank gecracked. Die Daten wurden laut den Aktivisten, aus online Telefonbüchern, Wikipedia-Profilen und Impressen der Künstler-Webseiten kopiert, kommentiert AnonPressDE auf Pastebin.

Streit um Urheberrechte im Netz: Anonymous outet die Urheber

Anonymous-Aktivisten haben offenbar Daten der Unterzeichner des „Wir sind die Urheber“-Aufrufs im Netz veröffentlicht, berichtet Falk Lüke in der TAZ.

Anonymous hackt die Urheberrechtsliga – Und?

Da bin ich jetzt hin-und-hergerissen: Anonymous hat die Unterzeichner des Aufrufs “Wir sind die Urheber!“ gehackt, und alle oder viele Emailadressen, Telefonnummern, Daten veröffentlicht, bloggt Fritz auf 11k2.

„Anonymous“-Attacke: Streit ums Urheberrecht eskaliert

Zu einer ähnlichen, aber kleineren Aktion hatten sich acht Krimiautoren unter dem Titel „Ja zum Urheberrecht“ zusammengetan. Einige verdeckt operierende Internetaktivisten der Gruppe „Anonymous“ starteten daraufhin einen Hacker-Angriff, berichtet die Stuttgarter Zeitung.

Hacker: Anonymous attackiert Initiative für Urheberrecht

Die illegale Veröffentlichung von Unterzeichnerdaten solle „Künstler mundtot machen und für vogelfrei erklären“, hieß es in einer gemeinsamen Reaktion von 16 großen Verlagen, berichtet der Focus.

Aktivisten fürs Urheberrecht unter Beschuss aus dem Netz

Eine anonyme Gruppe habe Rechner der Initiative mit «Mail-Bomben» und der Botschaft «Don’t fuck with anonymous» attackiert, berichtet der Stern.

Anonymous hackt sich in Abseits

Hacker aus dem Umfeld der losen Gruppierung Anonymous haben Teilnehmer der Aktion „Wir sind Urheber“ bloßgestellt, berichtet das Handelsblatt.

Anonymous stellt prominente Autoren bloß

Die Unterzeichner des Appells „Wir sind die Urheber“ sind offenbar Zielscheibe einer Sabotage-Aktion im Namen des Hacker-Kollektivs Anonymous geworden, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Urheberrecht im Unrecht?

Jeder sündigt mal indem er einen Keks stibitzt. Aber das bedeutet für mich nicht, dass deshalb stehlen generell legitim ist. Und genau das wollte ich mit meiner Unterschrift unter »Wir sind die Urheber!« zum Ausdruck bringen: Stehlen ist nicht legitim!, bloggt Markus Wäger.

Wir müssen reden! Der Kampf ums Urheberrecht geht weiter

Die digitale Revolution frisst die Künstler, aber die wollen sich das nicht länger gefallen lassen, berichtet Harry Nutt in der Frankfurter Rundschau.

Die schwarze Liste von Anonymous

Anonymous attackiert die Aktion „Wir sind die Urheber“. Die Hackergruppe hat persönliche Daten der Unterstützer online gestellt, berichtet Michael Hanfeld in der FAZ.

“Wir sind die Urheber”: Der Missbrauch des bestimmten Artikels

Ob Kehlmann, Roche, Adorf und all die anderen “Wir sind die Urheber”-Unterzeichner (welch ein Missbrauch des bestimmten Artikels!) jemals von Freien Lizenzen hörten? Oder von jenen Urhebern, denen die “historische Errungenschaft” des Urheberrechts eben keine “materielle Basis für individuelles geistiges Schaffen” garantiert?, fragt Silke Helfrich au Commonsblog.

“Zurückranten”

Es ist hoch interessant zu beobachten, wie ausgerechnet beim Thema Urheberrecht und Internet der Weberaufstand tobt. Während die Weber der Jahre 1844 tatsächlich noch von sozialer Katastrophe, Hunger und nacktem Elend bedroht waren, machen hier gut verdienende Besitzstandswahrer gegen eine freiheitlich angelegte Technik und deren Nutzer Stimmung, bloggt Jörg Tauss auf taussgezwitscher.

Hacker Anonymous Official

Die Namen, Telefonnummern, Adressen etc. der Erstunterzeichner des Wir-sind-die-Urheber-Aufrufs werden auf Pastebin veröffentlicht (der genaue Link wird hier nicht angegeben).

Aufgeblasener Protest

Sie klingen vage und humorlos, sie verbreiten Angst: Die 1500 Unterzeichner des Aufrufs „Wir sind die Urheber“ arbeiten mit dem Mittel der platten Vereinfachung, schreibt Georg Diez in Spiegel Online.

Nicht nur etwa Schluss mit lustig, sondern auch Schluss mit ernst

Ich halte das Urheberrecht in seiner jetztigen Form für prima, sagt Matthias Politycki zu Dieter Kassel in DR Radio.